08 | 08 | 2020

Eine Tuba ist ein großes Instrument - das größte Blasinstrument in einer Kapelle.  Deshalb gibt es nur wenige Tubisten im Jugendalter, denn eine gewisse Körpergröße und einen robusten Körperbau braucht man schon, wenn man Tuba spielen will.
Ein jugendliches Nachwuchstalent braucht aber nicht traurig sein, weil er/sie für die Tuba noch zu klein ist. Für begabte Blechbläser (Trompete, Flügelhorn, Waldhorn, Tenorhorn, Posaune) ist es kein allzu großes Problem, auf dieses majestätische Instrument umzusteigen.

Sousaphon
Tuba Sousaphon

Bei einer Tuba muss man nicht erklären, wie sie klingt. Sie ist das unumstrittene Fundament im Blasorchester und spielt "den Bass". Das kann je nach aufgelegter Literatur trivial bis höchst anspruchsvoll sein, wie bei jedem anderen Instrument auch.

Für alle Bassisten ist es nützlich, sich in der Musiktheorie und in der Harmonielehre gut auszukennen. Darüberhinaus benötigen sie den Rhythmus eines Schlagzeugers, das Gehör eines Posaunisten und das Gefühl eines Flötisten.

Tubas gibt es in verschiedenen Formen, je nach Anwendungszweck. Neben der Konzerttuba, die ein großes Klangvolumen entwickeln kann, gab es schon früh Tubas, die beim Marschieren oder Reiten handlicher waren. Die europäische Variante heißt  "Helikon". Daraus entwickelte sich in Amerika das "Sousaphon" (nach dem Komponisten John Phillip Sousa). Dies lässt sich beim Spielen im Stehen oder Laufen besser tragen als ein Konzertbass und ist zudem ein echter Hingucker!

Längst hat auch die elektrische Bassgitarre Einzug in die Blasorchester gehalten und wird aufgrund ihrer Beweglichkeit gerne für Tanzmusik und moderne sinfonische Musik eingesetzt. Die Tuba wird sie aber nicht verdrängen können, denn trotz der fast grenzenlosen Lautstärke, die ein elektrisches Instrument erzeugen kann, klingt ein Blasorchester alleine mit einem E-Bass recht mager. Erst die Tuba bringt die richtige "Fülle" und ergänzt sich mit dem E-Bass zu einer ausgewogenen Kombination.